Astrologische Gedanken zu Charles Darwin

Astrologische Gedanken zu Charles Darwin, 05.02.2009

Charles Darwin
In diesen Tagen feiern wir den 200sten Geburtstag von Charles Darwin, dem britischen Naturforscher, der Ende des 19. Jahrhunderts erkannte, dass durch Variation und Selektion alle Organismen und Lebewesen auf unserem Planeten evolutionäre Prozesse durchlaufen. Darwin wurde am 12. Februar 1809 um 6:11 Uhr in Shrewsbury (GB) geboren. Sein Name taucht in den Schulbüchern als Naturwissenschaftler auf; und diesen Titel will ich ihm auch auf keinen Fall streitig machen. Allerdings wird mit einem Blick auf das Geburtshoroskop deutlich, welche besondere Begabung ihm diese Bezeichnung einbrachte. Er war nämlich bei weitem kein experimenteller Wissenschaftler, kein Labor-Biologe und auch niemand, der ein Geheimnis ergründen wollte. Er war vielmehr ein guter, um nicht zu sagen ein spitzenmäßiger Beobachter!

Geburtshoroskop Chalres Darwin
In seiner Radix finden wir das Zeichen Steinbock am Aszendenten. Das Zeichen an dieser Stelle zeigt in der Regel ein Lebensthema und eine besondere Fähigkeit an. Nicht alle Menschen nutzen diese Gabe – Charles Darwin tat es. Steinbock ist nämlich ein Zeichen, das mit Bemühen um Exaktheit einhergeht. Am Aszendenten heißt es, dass der Mensch über eine ausgesprochen gute Beobachtungsgabe verfügt, er Theorien außen vor lassen kann und das als gegeben nimmt, was er mit seinen Sinnen wahrnimmt. Ein Steinbock-Aszendent lässt sich nicht leicht täuschen.

Vor allem war Charles Darwin also ein exzellenter Beobachter, der neutral und unvoreingenommen, ja fast distanziert an die Welt heran ging. Diese Facette seiner Persönlichkeit ging Hand in Hand mit der Stellung seiner Sonne. Diese befindet sich nämlich im Zeichen Wassermann. Ein Tierkreiszeichen, das ebenfalls für eine distanzierte Haltung gegenüber der Welt bekannt ist. Auch Wassermann ist die Fähigkeit zu eigen, objektiv zu sein. Mit dieser Konstellation fällt es leicht, sich aus normativen Gegebenheiten zu befreien und seine eigene Sicht auf die Dinge zu entwickeln. Man ist nicht in dem verstrickt, was andere einem erklärt haben, sondern sucht selbst nach Wahrheiten.
Nicht zufällig herrschte Saturn in der Vergangenheit über diese beiden Zeichen: Steinbock und Wassermann. Zu oft wird das in der modernen Astrologie übersehen und statt der Gemeinsamkeiten werden die Unterschiede dieser Zeichen überbetont.

Auffällig bei Forschern und Erfindern ist, dass weitaus häufiger, als man unmittelbar vermuten würde, Neptun eine Rolle spielt. Neptun gilt in der Astrologie als Symbol der Fantasie, des Träumens und Romantisierens. Offensichtlich braucht man ein Stück Traumfähigkeit, um Dinge neu und anders wahrnehmen zu können. So wie das Unterbewusstsein im Traum aus realen Versatzstücken neue Geschichten schreibt. Sicherlich: die meisten Geschichten bleiben krude. Aber ohne Fantasie scheint es schwer zu sein, an neue Erkenntnisse zu gelangen.
Dies wissend wundert es nicht, bei Darwin eine Verbindung zwischen Saturn und Neptun im Horoskop zu entdecken. Saturn, der "Realitätsplanet", der auch für die Vergangenheit und Traditionen steht gönnt sich bei Charles Darwin im Geburtsbild ein Stelldichein mit Neptun, dem Fantasten. Beide befinden sich im sogenannten "zehnten Haus", also dem Horoskopbereich, den wir mit Beruf / Berufung / Öffentlichkeit in Verbindung bringen. Was hier steht ist meist ein Hinweis darauf, womit wir uns einen Namen machen und was wir der Welt hinterlassen können.

Wer sich in der Deutung eines Horoskop auskennt wird wissen, dass die einzelnen Bereiche über sogenannte Häuserherrscher miteinander verbunden sind. Schaut man sich dies im vorliegenden Horoskopbild an, wird das bisher Gesagte noch verstärkt. Denn fast alle Verknüpfungen führen ins Haus zehn! Die Analogiekette Saturn/Steinbock/Haus 10 ist in dem Geburtsbild von Charles Darwin also auffällig stark ausgeprägt, so dass schon ein Astrologe dem jugendlichen Charles hätte sagen können, dass berufliche Verwirklichung, Teilnahme am öffentlichen Leben und das Erarbeiten eines festen Platzes in der Wahrnehmung der Außenwelt maßgebende Faktoren des Lebens sein würden.

Seine Entdeckungen und Überlegungen zur Evolution wären nicht denkbar, wäre Darwin nicht Ende 1831 auf große Seefahrt gegangen. Fünf Jahre verbrachte er an Bord eines Vermessungsschiffes, das ihn auf die Galapagosinseln, nach Australien, Neuseeland, Tahiti, Mauritius und Südafrika brachte. Auf den Galapagosinseln sah er ganz spezielle Finkenarten; und diese Bobachtung (Steinbock-/Wassermann-Prinzip) aktivierte sein Gabe, über die Norm hinaus zu denken (Wassermann-/Neptun-Prinzip). Die Finken nämlich gaben den Ausschlag, die Selektionstheorie zu entwickeln. Interessant ist, dass in den Transiten der laufende Neptun gerade über den Aszendenten und den Mond wanderte, als Darwin auf seine lange Forschungsreise in See stach. Astrologiekenner wissen, dass Neptun auch der Gott der Meere ist und vielleicht ist auch die Entfremdung von der Heimat (Neptun über Mond) ein wichtiges Moment gewesen, um neue Erkenntnisse zuzulassen.

Die Mühlen steinbock-betonter Menschen mahlen bekanntlich langsam. So dauerte es noch einmal viele Jahre, bevor er 1859 sein geschichtemachendes Werk "On the Origin of Species by means of Natural Selection" (dt.: Die Entstehung der Arten) veröffentlichte. Auch dieses Buch feiert 2009 runden Geburtstag: es wird am 24. November 150 Jahre alt. So wie man für Menschen auf Grundalge deren Geburtstag ein Horoskop berechnen kann, lässt sich das auch für alles andere, was in die Welt tritt, handhaben. Mit anderen Worten: wir können auch ein Horoskop dieses Werkes erstellen. Auch die Radix dieses Buches ist interessant. Nimmt man den Vormittag als Herausgabetermin an, hat es vermutlich ebenfalls einen Steinbock-Aszendenten (um es mit Bestimmtheit sagen zu können, bräuchten wir eine Bestätigung der Veröffentlichungszeit – diese liegt mir aber nicht vor). Definitiv sagen können wir allerdings, dass es zwei herausragende Konstellationen gibt, die auf eine fulminante Umwälzung unserer Sicht auf die Dinge zeugen: zum einen erschien das Buch an einem Neumond-Tag. Neumonde bringen Astrologen seit altersher mit einem Neubeginn in Verbindung. Hier fängt etwas an, was bisher nicht vorhanden war. Das allein wäre noch nicht so herausragend, da ja alle vier Wochen ein Neumond stattfindet. Der Neumond am 24.11.1859 jedoch ging einher mit einer Uranus-Opposition – und diese Kombination ist äußert unwahrscheinlich. Uranus ist der Planet der Erneuerung, der Revolution. Die Opposition bewegt sich auf der Zeichenachse Zwillinge-Schütze, also der sogenannten Erkenntnisachse. Bei Zwillinge-Schütze geht es um Wissen und Wahrheit. Niemand kann bestreiten, dass Darwins Hauptwerk unser Wissen um die Welt revolutionierte.

   

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