Phoenix Astrologie Fachtage - Nachlese

Phoenix Astrologie Fachtage - Nachlese, 28.03.2007

Aufmerksame Zuhörer
Die zweiten Phoenix Astrologie Fachtage sind zuende. Vom 23. bis 25. März fanden sie in München unter dem Titel "Horoskope sind Lösungen" statt. Veranstalter waren  Christopher Weidner,  Sabine Bends und  Holger A. L. Faß. Nicht nur wir drei sind mit großer Freude erfüllt, sondern auch die meisten Teilnehmer/-innen. Das positive Echo auf die Auswahl der Vorträge und die Vielfalt der Themen bestärkt uns, dass wir eine gute Arbeit geleistet haben und der Gedanke der Fachtage des Austausches in kollegialer, freundschaftlicher Atmosphäre seinen fruchtbaren Boden gefunden hat. Auf diesem können nun weitere Ideen wachsen. Besonders positiv ist uns die herzliche und gelassene Stimmung in Erinnerung, das konzentrierte, aber entspannte Miteinander, in dem Begegnung und Vermehren von Erkenntnissen leicht fiel.

Gespräche unter den Teilnehmer/innen
Die diesjährigen Phoenix Astrologie Fachtage konzentrierten sich ganz auf die Frage, was eigentlich eine lösungsorientierte Beratung ausmacht. Ist einem Klienten gehofen, wenn er erfährt, dass sein Mond in Skorpion steht und er somit eine machthungrige Mutter hatte? Wohl nicht. Entweder ist diese Deutung falsch oder der Klient weiß das schon selbst seit Kindestagen und hat somit keinen Erkenntnisgewinn.

Nicole Truckenbrodt und Holger A. L. Faß
Lesen Sie in diesem Zusammenhang einen tl_files/bilder_inhalte/pfeil.gif Artikel von Sabine Bends, in dem sie der Frage nachgeht, was eigentlich ein Problem ist. Dieser Artikel ist zugleich eine Zusammenfassung ihres Einsteigsvortrags in den Kongress "Phoenix Astrologie Fachtage 2007".
Darüber hinaus empfiehlt sich der tl_files/bilder_inhalte/pfeil.gif Artikel von Holger A. L. Faß, in dem eine günstige innere Haltung eines lösungsorientierten Beraters beschrieben wird. Dieser Artikel ist ebenfalls eine Zusammenfassung seines Vortrags des Eröffnungsabends.

Hier noch zwei persönliche Resumees: zunächst beschreibt Ernst Ott, geprüfter Astrologe DAV und als Referent an den Phoenix Astrologie Fachtagen beteiligt, was ihm bei dieser Veranstaltung wichtig war. Danach können Sie den Rückblick einer Teilnehmerin lesen.

Ernst Ott während der Tagung
Der Titel der Tagung "Horoskope sind Lösungen" hatte einen großen Reiz für mich, weil ich seit vielen Jahren Horoskope als Lösungsvorschläge interpretiere. Zunehmend entfernte ich mich von dem gängigen Ansatz, dass Horoskope Charakter oder Problem eines Menschen beschreiben könnten.

Für die problem-beschreibende Astrologie gibt es zwar sehr viele Regeln und Bücher, aber sie funktionierten nicht mehr. Immer öfter begegnete ich Klientinnen und Klienten, die zwar "problematische" Aspekte aufwiesen, aber sich irgendwie weigerten, tatsächlich Probleme zu produzieren…. Sie erfüllten nicht die Negativ-Erwartungen der astrologischen Nachschlagewerke, sondern waren einfach "trotz" Quadraten und sogenannt "schlechten" Aspekten glücklich! Wie hatten sie das gemacht?

Immer mehr interessiert mich die Frage: Wie kann ich mein Glück selber herstellen? Was sind die Bedingungen, unter denen ich kreativ bin und Lösungen finde? - Genau das war auch der Ansatz der vier erfahrenen Mit-Referenten, und ich lernte eine Riesenmenge dazu.

Weidners Aufstellungsarbeit, frei von Vorgaben und Ideologien hat mich sehr berührt. Der Beratungsansatz von Holger A.L. Fass stellte ganz die Klientin ins Zentrum und richtete sehr effektiv sämtliche Energie auf das gefragte Thema. Sabine Bends kreativer Ansatz bescherte uns Teilnehmern eine Art "neues Horoskop"; ich war Zeuge eines wunderbares Rituals, das deutlich machte, wie jeder selber seines Glückes Schmied werden kann. Nicole Truckenbrodt demonstrierte uns auf begeisternde Weise, wie Berater die Klienten dazu befähigen können, ihre Lösungen selber zu erschaffen.

Ernst Ott
www.astrologieschule.org

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Austausch
Die Phoenix-Fachtage standen dieses Mal ganz im Kontext der lösungsorientierten Beratung. Für mich war dies ein überaus produktives und fruchtbares Wochenende.

Die Vielfalt der methodischen Ansätze sorgte für ein abwechslungsreiches Programm. Vom sehr klar strukturierten Fragenkatalog als nützliches Gerüst für eine fundierte Beratungssitzung über eine intensive und in emotionale Tiefen vorstoßende Konstellationsaufstellung bis zum spielerisch-kreativen Ansatz des Archetypenhoroskops - dargeboten von vier Referenten und einer Gastreferentin in der ihnen eigenen Denk- und Herangehensweise.
Viel Input, um Methoden auszuprobieren oder um Anregungen zu gewinnen, bereits praktizierte eigene Methoden zu erweitern und zu ergänzen. Besonders gut gefallen hat mir, dass es viele Möglichkeiten gab, selbst aktiv zu werden und an Ort und Stelle beratend das Gelernte auszuprobieren. Beeindruckend auch, wie gezielt "Ausrutscher" bei den Übungen gesehen und mit Verbesserungsvorschlägen kommentiert wurden.

Der lösungsorientierte Ansatz hat mich sehr überzeugt, denn er bietet zweierlei:

Erstens erleichtert er es AstrologInnen durch seine Fokussierung auf eine Schlüsselkonfiguration ungemein, sich zu konzentrieren und gezielt in die Tiefe zu arbeiten. Die Versuchung, zwischen verschiedenen Aspekten und Konstellationen in der Radix - die geübten AstrologInnen aller Erfahrung nach meist gleichzeitig ins Auge springen - "hin und her zu hüpfen" entfällt. Das bringt eine größere Ruhe und Aufmerksamkeit in das Beratungshandeln.

Zweitens zwingt der Ansatz noch mehr dazu, sich mit eigenen "Ratschlägen" zurückzuhalten und die Klienten ihre (!) ganz eigene Lösung finden und herausarbeiten zu lassen. Insbesondere für "Freizeit- und Teilzeit-AstrologInnen" eine wertvolle Hilfe, denen die nicht-direktive Haltung noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist und die im übrigen Job-Alltag nur allzu oft aufgefordert sind, eben die "gut gemeinten Ratschläge" frei Haus zu liefern.

Danielle





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