Stürzt Rumsfeld?
Stürzt Rumsfeld?, 19.05.2004
Im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden der Folterungen durch US-Soldaten im Irak und in Guantanamo wird immer wieder die Forderung laut, Donald Rumsfeld, der Kriegsminister der Vereinigten Staaten, solle zurücktreten. Wird er das tun? Muß er seinen Hut nehmen? Was sagen die Sterne?
Zunächst einmal: die Antwort auf die oben gestellten Fragen werde ich nicht wie erwünscht geben können. Die Sterne nämlich schweigen. Es gibt kein eindeutiges, schicksalhaftes "Rumsfeld bleibt" oder "Rumsfeld geht". Seinem individuellen Horoskop lassen sich aktuelle Themen und Tendenzen entnehmen – aber es gilt immer, die Aussagegrenzen zu berücksichtigen. In der Astrologie geht es weniger um klassische Zukunftsprognosen (auch, wenn dies über die Medien immer wieder transportiert wird), als vielmehr um die Suche nach Bedeutung. Mittels der Horoskopdeutung können wir den Sinn eines Ereignisses, die Idee einer Zeit erfassen. Wir können erkennen, was hinter einer Begebenheit steht. In diesem Sinne ist Astrologie sinnstiftend und erkenntnisfördernd. Bedeutung und Tendenzen im Rumsfelds Horoskop möchte ich nachfolgend erläutern. Lassen Sie sich nicht vom astrologischen Fachchinesisch irritieren. Falls Ihnen die Terminologie fremd ist, lesen Sie einfach über die entsprechenden Begriffe hinweg. Der Rest ist auch so verständlich.
Donald
Rumsfeld ist im Zeichen Krebs geboren (9.7.1932, 17:40, Chicago
USA/IL). In seinem Horoskop steht die Sonne in unmittelbarer
Nachbarschaft zu Pluto – eine Kombination, die einen Machtanspruch
vermuten läßt. Ein dominanter Mars am Deszendenten sowie ein
Schütze-Aszendent verstärken diesen Eindruck. Es sind zwei sehr
unterschiedliche Kräfte, die sein Geburtsbild bestimmen: der Wunsch,
die Führung inne zu behalten plus die Weichheit eines Familienvaters,
der gerne der "gute Junge von nebenan" sein möchte.
Sein Horoskop ähnelt in mehreren Punkten der Radix der USA:
Auch seine Position als Kriegsminister ist schlüssig: mit Mars am Deszendenten fühlt man sich ohnehin schnell bedroht – zumal Saturn in Haus zwei eine Sensibilität für Sicherheitsfragen mitbringt. Leider jedoch keinen sensiblen Umgang damit.
Dass die Suche nach "dem Bösen" im Außen präferiert wird, um eigene Selbstunsicherheit zu überdecken, unterstreicht zudem die rückläufige Venus. Auffällig übrigens ist, dass überdurchschnittlich viele Minister der Bush-Administration mit einer rückläufigen Venus im Geburtsbild ausgestattet sind. Sinnliche Freuden, aber auch Frieden, Frauen und Kunst werden abgewertet. Keine gute Voraussetzung für die Regierung einer Weltmacht.
Sehen wir uns die aktuellen Transite an – dazu gehören unter anderem:
Uranus in Fische).
Nicht zuletzt deswegen, weil ideologische Fragen und Fehleinschätzungen
(Haus 9) damit einhergehen.
Ein Mensch mit einem Schütze-Aszendent kann mit solch einer Zeit jedoch gelassen umgehen. Er ist es gewohnt, dass die Ereignisse kommen und gehen und er weiß um die Veränderbarkeit von Stimmungen und Einflüssen. Dank seiner extrovertierten Art kann er starkem Druck auch etwas entgegen setzen.
Im Gesamten zeigen die aktuellen Tendenzen zwar ein gehöriges Maß an Druck – im positiven Sinne: Selbstüberprüfung und Veränderungsmöglichkeiten. Insgesamt aber finden sich wenig Hinweise auf einen "Karriereknick" (im exoterischen Sinn), bzw. auf einen Bewußtseinswandel, eine Abkehr vom Status Quo.
Wenn wir uns jedoch das noch kommende Solar ansehen, erhalten wir ganz andere Aspekte:
Im August ergibt sich noch einmal eine besonders starke Spannung, wenn Saturn über Pluto geht und ein Quadrat zum Radix-Uranus bildet. Hier sind jedoch eher persönliche Indifferenzen zu erwarten. Womöglich bricht lange aufgestauter Streß auf der privaten Ebene durch. Einen Rücktritt würde ich dabei eher nicht vermuten.
In diesem Zusammenhang dürfen wir auch die Wahlen im November 2004 nicht außer acht lassen. In dieser Zeit erhält der Radix-Mars ein Trigon von Neptun. Es ist keine Zeit für klare Neuanfänge oder Vorstöße im eigenen Interesse. Vielmehr ist zu erwarten, dass Rumsfeld Opfer von Machenschaften wird, auf die er keinen Einfluß (mehr) hat. Im positiven Sinne zeigt dieser Aspekt eine Zeit an, in der der Wunsch erwacht, anderen Menschen hilfreich zur Seite zu stehen. Caritative und soziale Momente haben eine Chance, sich bewußt bemerkbar zu machen. Beten wir dafür, dass es Donald Rumsfeld endlich gelingt, diesen Teil seiner Persönlichkeit zu integrieren – damit er den Krieger in sich endlich in den Ruhestand schicken kann.
Unabhängig davon, wer die Präsidentschaftswahl gewinnt, wird Rumsfeld aller astrologischen Wahrscheinlichkeit nach erneut im Kriegsministerium tätig sein. Um die anfangs gestellten Fragen aufzugreifen: ein Rücktritt derzeit ist (leider) nicht zu erwarten. Allerdings ist er durch die international bekannt gewordenen Folterungen doch stark in Amt und Würden beschädigt. In Kombination mit den oben erwähnten astrologischen Hinweisen kann davon ausgegangen werden, dass er zwar auch nach den Wahlen US-Verteidigungsminister sein wird, aber die ganze Legislaturperiode nicht in diesem Amt überstehen wird. Möglicherweise erhöht sich der jetzt abzeichnende Druck und er muss vor Ablauf der Amtszeit seinen Hut nehmen. Besser wäre es natürlich, er täte es selbst freiwillig. Aber das ich (leider) nicht zu erwarten.
Diese unabhängige Menschenrechtsorganisation setzt sich weltweit für eine faire Behandlung von gewaltlosen, politischen Gefangenen ein, deckt Folterungen auf und drängt, Verantwortliche für Folterungen vor ein ordentliches Gericht zu stellen. amnesty international hat bereits vor mehreren Monaten auf die Foltervorwürfe in dem Abu-Ghuraib-Gefängnis hingewiesen und Dokumente vorgelegt, nach denen die bekannt gewordenen Mißhandlungen kein Einzelfall sind. US-Streitkräfte werden systematisch in Folter ausgebildet und wenden diese derzeit u.a. in Guantanamo sowie in Afghanistan an.
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Sein Horoskop ähnelt in mehreren Punkten der Radix der USA:
- Krebs Sonne in Haus 8
- Schütze-Aszendent – gradgenau (beide auf 10°)!
- Mars in Haus 7
- Neptun in Haus 9
- Venus (fast gradgenau) in Krebs
Auch seine Position als Kriegsminister ist schlüssig: mit Mars am Deszendenten fühlt man sich ohnehin schnell bedroht – zumal Saturn in Haus zwei eine Sensibilität für Sicherheitsfragen mitbringt. Leider jedoch keinen sensiblen Umgang damit.
Dass die Suche nach "dem Bösen" im Außen präferiert wird, um eigene Selbstunsicherheit zu überdecken, unterstreicht zudem die rückläufige Venus. Auffällig übrigens ist, dass überdurchschnittlich viele Minister der Bush-Administration mit einer rückläufigen Venus im Geburtsbild ausgestattet sind. Sinnliche Freuden, aber auch Frieden, Frauen und Kunst werden abgewertet. Keine gute Voraussetzung für die Regierung einer Weltmacht.
Sehen wir uns die aktuellen Transite an – dazu gehören unter anderem:
- Transit-Uranus Opposition Radix-Neptun auf der Achse 3 – 9
- Transit-Saturn Konjunktion Radix-Sonne in 8
- Transit-Uranus geht auf ein Quadrat zum Radix-AC zu (Genauigkeit hängt von der Genauigkeit der Geburtsuhrzeit ab)
- Transit-Jupiter Konjunktion Radix-Neptun in 9
- Mond gradgenau in Konjunktion zum absteigenden Mondknoten in Skorpion in Haus 9
- Pluto in Haus 10
- Mars Konjunktion Uranus in Haus 1
- Neptun unaspektiert in 12
- Sonne Opposition Chiron
- außerdem fällt der Solar-MC mit dem Radix-AC zusammen
- und der Solar-AC steht exakt in Opposition zum Radix-MC
Ein Mensch mit einem Schütze-Aszendent kann mit solch einer Zeit jedoch gelassen umgehen. Er ist es gewohnt, dass die Ereignisse kommen und gehen und er weiß um die Veränderbarkeit von Stimmungen und Einflüssen. Dank seiner extrovertierten Art kann er starkem Druck auch etwas entgegen setzen.
Im Gesamten zeigen die aktuellen Tendenzen zwar ein gehöriges Maß an Druck – im positiven Sinne: Selbstüberprüfung und Veränderungsmöglichkeiten. Insgesamt aber finden sich wenig Hinweise auf einen "Karriereknick" (im exoterischen Sinn), bzw. auf einen Bewußtseinswandel, eine Abkehr vom Status Quo.
Wenn wir uns jedoch das noch kommende Solar ansehen, erhalten wir ganz andere Aspekte:
- Uranus Konjunktion MC
- Saturn gradgenau Konjunktion Sonne
- Sonne / Saturn im gradgenauen Quadrat zu Mond
- Merkur als Herrscher des Zwillings-Aszendenten Konjunktion Mars und Opposition Neptun
- Sonne / Saturn im Anderthalbquadrat zum MC
Im August ergibt sich noch einmal eine besonders starke Spannung, wenn Saturn über Pluto geht und ein Quadrat zum Radix-Uranus bildet. Hier sind jedoch eher persönliche Indifferenzen zu erwarten. Womöglich bricht lange aufgestauter Streß auf der privaten Ebene durch. Einen Rücktritt würde ich dabei eher nicht vermuten.
In diesem Zusammenhang dürfen wir auch die Wahlen im November 2004 nicht außer acht lassen. In dieser Zeit erhält der Radix-Mars ein Trigon von Neptun. Es ist keine Zeit für klare Neuanfänge oder Vorstöße im eigenen Interesse. Vielmehr ist zu erwarten, dass Rumsfeld Opfer von Machenschaften wird, auf die er keinen Einfluß (mehr) hat. Im positiven Sinne zeigt dieser Aspekt eine Zeit an, in der der Wunsch erwacht, anderen Menschen hilfreich zur Seite zu stehen. Caritative und soziale Momente haben eine Chance, sich bewußt bemerkbar zu machen. Beten wir dafür, dass es Donald Rumsfeld endlich gelingt, diesen Teil seiner Persönlichkeit zu integrieren – damit er den Krieger in sich endlich in den Ruhestand schicken kann.
Unabhängig davon, wer die Präsidentschaftswahl gewinnt, wird Rumsfeld aller astrologischen Wahrscheinlichkeit nach erneut im Kriegsministerium tätig sein. Um die anfangs gestellten Fragen aufzugreifen: ein Rücktritt derzeit ist (leider) nicht zu erwarten. Allerdings ist er durch die international bekannt gewordenen Folterungen doch stark in Amt und Würden beschädigt. In Kombination mit den oben erwähnten astrologischen Hinweisen kann davon ausgegangen werden, dass er zwar auch nach den Wahlen US-Verteidigungsminister sein wird, aber die ganze Legislaturperiode nicht in diesem Amt überstehen wird. Möglicherweise erhöht sich der jetzt abzeichnende Druck und er muss vor Ablauf der Amtszeit seinen Hut nehmen. Besser wäre es natürlich, er täte es selbst freiwillig. Aber das ich (leider) nicht zu erwarten.
Diese unabhängige Menschenrechtsorganisation setzt sich weltweit für eine faire Behandlung von gewaltlosen, politischen Gefangenen ein, deckt Folterungen auf und drängt, Verantwortliche für Folterungen vor ein ordentliches Gericht zu stellen. amnesty international hat bereits vor mehreren Monaten auf die Foltervorwürfe in dem Abu-Ghuraib-Gefängnis hingewiesen und Dokumente vorgelegt, nach denen die bekannt gewordenen Mißhandlungen kein Einzelfall sind. US-Streitkräfte werden systematisch in Folter ausgebildet und wenden diese derzeit u.a. in Guantanamo sowie in Afghanistan an.
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